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Wie geht's zurück zur Zukunft? Eine Frage, angeregt durch Harald Welzer

Mittwoch, der 13.07.2022, 19:00 bis 20:30 Uhr

mit Angelika Sandtmann || online

Anmeldeschluss

10. Juli. Anmeldung über das Onlineformular unten.

SCHLAGLICHT mit

Die moderne Gesellschaft habe ihre Zukunft offenbar schon hinter sich, so konstatiert der Soziologe Harald Welzer. Während „Zukunft“ früher ein Versprechen war, dass alles besser werde, gehen uns heute die Zukunftsvisionen aus. Selbst bei Jugendlichen beobachtet er, dass sie nicht mehr wagen zu träumen. Sie wirken heute oftmals wie festgezurrt in den bestehenden Verhältnissen, im Hier und Jetzt. Warum ist das so? Lässt sich das nicht ändern? Ein Schlüssel des Problems, so Welzer, scheint in eingefahrenen Denkgewohnheiten zu liegen.

Das bringt uns zur Hauptfrage des SCHLAGLICHT-Abends: Wie sind die Denkgewohnheiten dazu gekommen, unser Leben zu bestimmen? Wie können sie überwunden werden, so dass wieder Zukunftsfähigkeit gewonnen wird? Wie versetzen wir uns in einen Zustand, in dem Zukunft wieder in der Zukunft liegt und nicht mehr nur in der Vergangenheit, beim Nachträumen des Erhofften und nicht Eingetroffenen?

Angeregt durch die Vorschläge Harald Welzers in seinen Schriften „Selbst denken. Eine Anleitung zum Widerstand“ und „Alles könnte anders sein. Eine Gesellschaftsutopie für freie Menschen“ wird an dem Abend der Versuch gemacht, sich auf den Weg „zurück zur Zukunft“ zu machen.

„Zukunft“ (Allgemeines zur Reihe)

Wie offen ist unsere Zukunft? Angesichts zunehmender Bedrohungen, die aus verschiedenen Richtungen (Geopolitik, Klima, Gesundheit u.a.) heute gleichzeitig und beschleunigt auf uns zukommen, macht sich allenthalben ein Gefühl der Überforderung und Ausweglosigkeit breit, das dabei ist, sich in blanke Angst vor jeglicher Zukunft umzuwandeln.

Die naheliegende Frage einer akuten Krisenbewältigung enthebt uns nicht der anderen Frage, wie es zu dieser Mehrfachbedrohung kommen konnte. Ist vielleicht schon die Art des Denkens, der wir uns seit Jahrzehnten hingeben, unangemessen oder sogar kontraproduktiv?

Diese Frage steht im Zentrum der SCHLAGLICHT-Reihe „Zukunft“. Dazu sollen die Denkansätze von Menschen in den Blick genommen werden, die sich im Zeitgeschehen wach bewegen/bewegt haben und dabei teilweise schon seit Mitte des 20. Jahrhunderts entsprechende Beobachtungen gemacht haben.

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Die SCHLAGLICHT-Abende setzen thematisch jeweils neu ein und können daher auch einzeln besucht werden. Die Textgrundlagen werden den angemeldeten Teilnehmenden als PDF-Datei zur Verfügung gestellt.

Informationen

Cover für eine Online-Veranstaltung

Art der Veranstaltung: Der SCHLAGLICHT-Abend wird als Onlineveranstaltung angeboten. Mittels BigBlueButton (Open Source) werden alle Teilnehmer miteinander verbunden sein.

Kostenbeitrag: Höhe nach eigener Einschätzung. Studierende frei.

Alle weiteren Informationen folgen mit der Anmeldebestätigung.

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